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München Kaufingerstraße

Maßstab Mensch.
Bühne Stadt.

Wo das Leben so
spielen wird

Was können Architektur und Städtebau in Krisenzeiten leisten? Sie sind in ähnlicher Weise gefordert wie Politik und Wirtschaft; sie sind Teil der Reflektion und Weiterentwicklung der Definitionen von Wirtschaft, Handel und des gesellschaftlichen Miteinanders. Sie sind, mit anderen Worten, Teil der Zukunft. Das ist nichts Neues. Zu allen Zeiten haben Gesellschaften Utopien und Visionen neuer Lebensformen und Gemeinschaften ersonnen – und fast immer hatten diese viel mit Ideen von Stadt und Urbanität zu tun.

Retail in Transition geht in Fallstudien konkreter auf die Frage ein, wie Architektur und Städtebau den Problemen und der Zukunft der Zentren von Großstädten begegnen können. Das ist eine äußerst vielschichtige Frage – tatsächlich sind es unzählige Fragen. Wir konzentrieren uns hier naturgemäß auf die Frage danach, wie wir verhindern, dass die Innenstädte, überspitzt formuliert, nicht komplett wegdigitalisiert und damit zu Wüsten werden, während das Leben und die Öffentlichkeit nur noch im Netz spielt.

Shakespeare schrieb: „All the world’s a stage“ und meinte damit die Bühne des Menschen und die Rollen, die er in seinen Lebensaltern darauf spielt. Die innerstädtischen Straßen und Plätze müssen Bühne unserer Gesellschaft sein. Sie gilt es wieder zu bevölkern, und das bedeutet, das Leben und die Menschen jeden Alters wieder in den Mittelpunkt zu setzen – ganz Maßstab Mensch.

Exemplarisch anhand der Stadtzentren von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln und München untersuchte caspar.esearch in Retail in Transition den gegenwärtigen Status Quo und präsentiert unterschiedliche Lösungsstrategien. Stellvertretend für alle Fallstudien steht hier die aus Köln.

Koeln Schildergasse
Köln Schildergasse
Koeln Schildergasse
Köln Schildergasse

Eine Vision für
die Schildergasse.

Köln, bisher ein Mekka des Einkaufstourismus, teilt sich hauptsächlich in drei Einkaufsstraßen und fünf Einkaufszentren. Mit über 16.000 Passanten pro Stunde gehört die Schildergasse unter die Top 5 Einkaufsmeilen Deutschlands. Allerdings verzeichnen, wie überall auf der Welt, die Straßen und Malls in Köln kaum Unterschiede im Angebot. Monopolisierung und Standardisierung drücken den Standard und leisten damit der Monotonie des Kommerzes immer mehr Vorschub. Die Konsequenzen für den architektonischen und öffentlichen Raum sind fatal. Das Stadtbild als Identitätsträger ist nachhaltig beschädigt, einzelne Gebäude verwahrlosen und treten als reine „Lagerhaltung“ immer mehr in den Hintergrund. Das Straßenbild ist indifferent, austauschbar und trist.

Neue Aktivitäten, neue Programme, neue Typologien, neue Gebäude und neue Nutzer (vielleicht sogar Formen von Künstlicher Intelligenz) besetzen, besiedeln und beleben die Innenstädte der Zukunft. Einige davon werden früher, andere später auf der Bildfläche erscheinen. So oder so: Innenstädte werden nicht so bleiben, wie sie sind. Aus der sterbenden Fußgängerzone herkömmlichen Flaniermeile entsteht eine neue „Öffentliche Zone“.

Koeln Schildergasse
Köln Schildergasse
Koeln Schildergasse
Köln Schildergasse
Koeln Schildergasse
Köln Schildergasse
Koeln Schildergasse
Köln Schildergasse
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